Modetrends – ein Lauf durch die Geschichte

Dezember 10th, 2011

Sie kommen und gehen, die Trends der Mode, doch die Mode an und für sich bleibt. Doch was versteht man eigentlich unter dem Begriff „Mode“ ?

Mode kommt aus dem Französischen, la mode, und bezeichnet im Modebereich den aktuellen Trend, wie sich eine bestimmte Gruppe Menschen kleidet. Im Gegensatz zu diesen, eher kurzfristigen Erscheinungen, spricht man in der Mode von Klassikern, wenn diese Kleidung in der Lage ist, auch mehrere Modewellen zu überstehen.

Modetrends auf und ab

Mode entsteht also immer wieder neu, quasi Fixpunkte im Laufe der Veränderungen im aktuellen Zeitgeist. Es gibt da einen schönen Spruch zum Thema der Modetrends von Karl Lagerfeld, einem der größeren Modemacher: „Der Mode entkommt man nicht, denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, dann ist das wieder Mode“.

Die Klassiker der Modetrends

Klassische Modetrends

Zwei Klassiker wollen wir hier vorstellen: Bis Anfang des zwanzigsten Jahrhundert war es nicht möglich, dass Frauen sich in Hosen oder in einem Damenhosenanzug öffentlich zeigen konnten. Um 1859 wagten sich dann die ersten Frauen an das Männerkleidungsstück Hose.

Ihren Weg in die Kleiderschränke fanden die Hosen erst ab dem ersten Weltkrieg, als die Arbeitskraft der Frau verstärkt gesucht wurde, und in langen Röcken ließ und läßt es sich einfach nicht gut körperlich arbeiten. In den Zwangigern des vorigen Jahrhunderts mit dem einhergehenden Wahlrecht für die Frau, wollte die Frau sich auch dem Manne im Kleidungsstil etwas nähern.

Der Hosenanzug als stilvoller Businessdress

Der grosse Durchbruch kam mit dem Showgirl Marlene Dietrich. Der damals sicherlich etwas provokante Auftritt im Damenhosenanzug hat sich bis heute gehalten. Den Hosenanzug von damals gibt es noch heute, man spricht hier vom Marlene Dietrich Stil.

In den Vierziger und Fünfziger Jahren wollte die Frauenwelt als Gegenreaktion lieber wieder weiblicher aussehen, der Hosenanzug an sich verschwand etwas aus dem Blickwinkel, um in den Sechziger und Siebziger Jahren wieder zu kommen. In diesen Jahren suchte die Frau auch eine neue Stellung in der Gesellschaft.

Viele Hosenformen entstanden in dieser etwas wilden Zeit, von der ultrakurzen HotPants bis hin zu krellbunten Hosen mit riesigem Schlag, auf einmal war alles möglich. Allerdings war der klassische Damenhosenanzug nicht in Mode.

Erst in den Achzigern, und das gilt dann bis heute, machten die Frauen es den Männern gleich; sie wollten Karriere machen. Und Karrierefrauen trugen einen Hosenanzug. Entsprechende Schulterpolster sollten auch männliche Dominanz anzeigen. Ein neuer Modetrend war geboren.

Heute sind Damenhosenanzüge nichts besonderes mehr, in vielen Branchen zählen sie zum auch sozial anerkannten Business-Look.

Der Damenblazer als Adjutant

Ähnlich verlief die Geschichte des Damenblazers. Der Blazer war Ende des zwanzigsten Jahrhunderts eine dunkelblaue, zweireihige Jacke im Marine-Look für Männer. Nach dem zweiten Weltkrieg brauchten Frauen auch kräftige Jacken für die Männerarbeit.

So entstand der Damenblazer. Der Blazer für die Frau fand auch hier den Weg in die Kleiderschränke. Der eigentliche Push für Damenblazer kam allerdings nach kleinen modischen Zwischenwellen in den Achzigern. Auch hier spielte die neue Arbeitswelt für die Frau eine große Rolle.

Seit den Neunzigern ist diese Damenoberbekleidung im Business-Look für Frauen angekommen. Auch im Privatbereich werden die unterschiedlichen Blazerarten inzwischen gerne getragen, mal ganz einfach zu einer Jeans, oder auch zu modischen Stoffhosen.

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