Der trendige Anzug

Mai 25th, 2013

Ein Anzug ist modern und schick. Nach wie vor gilt das Sprichwort, dass Kleider Leute machen. Bei einem edlen Anzug ist das nicht anders. Es darf zwar auch ein Anzug von der Stange sein, aber ein hochwertiges Designerstück, welches auf den Leib geschneidert wurde, ist besonders elegant.

 

Wie kauft ein Mann einen Anzug?

 

Wenn ich mal wieder so einen Anzug kaufen gehe, dann habe ich zunächst einmal eine Vorstellung von der Farbe, die das Kleidungsstück haben soll. Finde ich im Geschäft einen Anzug, der mir zusagt und gleich gefällt, so will ich diesen gleich mit in die Kabine nehmen und ausprobieren, ob der auch passt.

Woran Männer meistens weniger Gedanken verschwenden, meine lieben frauen, ist die richtige Größe. „Letztes Mal muss ich so in etwa eine Größe 48 getragen haben“, so denken viele Männer.

Sie lassen dabei völlig außer Acht, dass das der Konfirmationsanzug war und sie jetzt vielleicht zehn bis fünfzehn Jahre älter sind. Viele Männer sind dann geschockt, wenn sie einen Anzug kaufen und die Verkäuferin ihnen die Größe 27 bringt.

Vor allem, wenn diese dann auch noch passt, wie angegossen. Dabei handelt es sich um eine untersetzte Bauchgröße, wobei ein normal gebauter Mann gleicher Körperlänge die Größe 54 tragen würde.Ich selbst brauche diese Dickebauch nicht, denn für mich gibt es in einem normalen Laden eh nix mehr zu holen. Bei einem Meter neunzig und etwas mehr als 125kg ist selbst in der C&A XL Abteilung nix zu finden. Nebenbei kann man dort eh nichts einkaufen.

Schneideranzug

Handgemacht vom Schneiderlein wird der Anzug immer fein

Nehmen Sie sich bitte mal fünf Minuten zeit, wenn Sie mal in der Nähe vom C&A sind. Gehen Sie in das erste Stockwerk, oder eben dort, wo normalerweise die XL-Abteilung ist, im hintersten Eck des Ladens, und begutachten Sie mal selbst die dort angebotenen Anzüge für Herren. Oder auch die sonstigen dort zu findenden Klamotten.

Ein Designer hat da nicht mitgemacht bei der Erstellung der  Null-Modelle, der Ausgangsschnitte ebensowenig. Diese Schnitte und vor allem auch die verwendeten Farbtöne dieses Cheap and Awful XL-Shops sind wirklich der letzte Schrei. So wie der von van Gogh etwa…

 

Zu welchem Anlass trägt der Mann nun einen Anzug?

 

Den ersten Anzug tragen die meisten jungen Männer bei ihrer Konfirmation oder Kommunion. Selten haben sie vorher Gelegenheit, einmal einen richtigen, kompletten Zweiteiler zu tragen. Zum Schulanfang geht es eher leger zu, die meisten tragen ein Hemd, eine Stoffhose und eine farblich passende Jacke.

Wer nicht beruflich einen Anzug tragen muss, der kauft seinen nächsten Anzug zur Hochzeit. Inzwischen sind einige Jahre vergangen und das oben beschriebene Phänomen des Entwachsenseins jeglicher Standardgrößen kann aufgetreten sein.

Auch Bewerbungsgespräche oder eine entsprechende Arbeitsstelle, beispielsweise als Banker oder Rechtsanwalt, erfordern das Tragen von einem Anzug. Weitere Anlässe sind die Taufe des Kindes, die Hochzeit der Verwandten, ein festlicher Abend, ein Geschäftsessen und viele mehr.

 

Von der Stange oder vom Schneider bzw. Designer?

 

Diese Entscheidung hängt im Wesentlichen von der Figur des Trägers ab. Schlanke und normal gebaute Männer können durchaus einen Anzug von der Stange tragen. Für den erlesenen Geschmack und als Prestigeobjekt bieten sich auch Anzüge vom Designer an.

Haben Herren Sondermaße, so wie ich, so sollten sie einen Schneider bemühen. Dieser kümmert sich darum, den Träger vorteilhaft in Szene zu setzen. Hier muss das Kleidungsstück perfekt passen und auch hochwertig in Material und Verarbeitung sein. Ein angefertigter Anzug vom Schneider ist zwar vergleichsweise teuer, dafür hat aber der Träger lange Freude an einem solchen edlen Unikat.

Meinen letzten Anzug habe ich übrigens erst letzte Woche in Auftrag gegeben. Der Schneider hat mir dazu einen Pack Auswahltüchlein der Firma Harrington an die Hand gegeben. Zuhause konnte ich dann in Ruhe mit der ganzen Familie auswählen, was für ein Tuch meinen neuen Anzug ausmachen soll.

Das Schneiderlein, etwa 160 und sehr fleissig, meinte zudem dass eben diese Marke eine der besten sei. Ok, das ausgewählte Muster war auch schön anzufassen und sehr geschmeidig, das sollte mir trotz meines üppigen Körperbaus eine stattliche Hülle bieten für den gebotenen Anlass.

Nach dem Massnehmen meinte er dann, dass etwa in zwei Wochen mein neuer, schniker Anzug fertig sein sollte. Dauert also etwas, aber dafür ist er eben auch passgenau und auch ein Bäuchlein wird dort zu positiver Geltung gelangen.

Aber eigentlich ist es wirklich so, wie ich es damals schon bei meiner Firmung benannte: „Eigentlich passt doch eh jedes Schwein in einen schönen Anzug rein“. So hiermit entlasse ich den Leser, der sich nun einem anderen Artikel widmen darf und danke für die geleistete Aufmerksamkeit.

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